Extremwetterereignisse, Urbanisierung und Ressourcenknappheit erhöhen den Anpassungsdruck auf Städte und Gemeinden. Digitale Lösungen und Funktechnologien sollen dabei helfen, Daten nutzbar zu machen und resiliente Infrastrukturen aufzubauen oder zu stärken. Vor diesem Hintergrund ist für 2026 ein weiterer Rollout angekündigt, diesmal für Anwendungen in der Wasserwirtschaft. Als Treiber nennt Zenner den Klimawandel, zunehmende Wasserknappheit und extreme Wetterereignisse sowie politische Impulse wie den European Blue Deal, die nationale Wasserstrategie und die EU-Wasserresilienzstrategie.
Für den Smart-Water-Rollout wird smarte Messtechnik in den Mittelpunkt gestellt, um Wasserverluste, alternde Infrastruktur und den steigenden Druck auf Netze zu adressieren. Genannt werden Funktionen wie frühzeitige Leckageerkennung, Echtzeitüberwachung und präzise Abrechnung. Als Produktbeispiel wird ein Ultraschall-Hauswasserzähler (IUWS B.One) beschrieben, der eine Parallelfunk-Funktion bietet. Damit überträgt das Gerät Messdaten gleichzeitig über LoRaWAN und Wireless M‑Bus.
Für den Einstieg in die digitale Messwerterfassung über Funk wird ein Lösungspaket zur wirtschaftlichen Fernauslesung von Wasserzählern beschrieben: B.One Metering as a Service. Laut Mitteilung soll es ohne zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur nutzbar sein und die Einbindung weiterer Sensoren und Geräte ermöglichen. „Mit der Einbindung weiterer Sensoren und Geräte lassen sich mit MaaS nachhaltige und resiliente Wassersysteme aufbauen und sogar Lösungen für den Hochwasserschutz integrieren“, sagt Rene Claussen, Geschäftsbereichsleiter Messsysteme, Internet of Things und Digitale Lösungen.
Als Anwendungsrahmen werden neben der digitalen Messwerterfassung auch das Monitoring der Wasserqualität sowie Hochwasserschutz genannt. Darüber hinaus wird der Bezug zur Smart City hergestellt, unter anderem mit Lösungen zur Überwachung der Luftqualität, zur Optimierung der Abfallentsorgung und zur digitalen Erfassung von Wetter- und Umweltdaten. Für den Smart-Water-Rollout werden als technische Vorteile von LoRaWAN große Reichweite, geringe Kosten, lange Batterielaufzeiten und eine zuverlässige Datenübertragung auch in komplexen Gebäuden angeführt; die Kombination mit Wireless M‑Bus soll einen flexiblen Rollout unterstützen.













