Analytik Jena hat an seinem Hauptsitz und am Produktionsstandort Ilmenau zwei Gebäude eingeweiht. Die Endress+Hauser Gruppe investierte insgesamt 96 Millionen Euro in die Erweiterung und Erneuerung der beiden thüringischen Standorte. Die zusätzlichen Flächen dienen der Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb von Labormesstechnik. Zum Einsatz kommen die Systeme unter anderem beim Nachweis von Schadstoffen in Wasser. Das 1990 gegründete Unternehmen gehört seit 2013 zur Gruppe und wurde 2016 vollständig übernommen. Weltweit beschäftigt es mehr als 800 Mitarbeiter.
Modernisierter Hauptsitz in Jena
Auf dem Firmencampus in Jena ersetzt ein rund 19.000 Quadratmeter großer Neubau ein bestehendes Gebäude. Für die rund 420 Beschäftigten stehen dort Produktionsflächen, Lager, Entwicklungsbereiche, Labore und Büros zur Verfügung. Rund 64 Millionen Euro flossen in den Standort. Fernwärme, Wärmerückgewinnung und Photovoltaik tragen zur Energieversorgung des Gebäudes bei. Die räumliche Ausstattung schafft die Voraussetzungen für eine engere Zusammenarbeit der unterschiedlichen Unternehmensbereiche.
Entwicklung und Produktion in Ilmenau zusammengeführt

In Ilmenau entstand für mehr als 80 Beschäftigte ein Gebäudekomplex mit rund 10.000 Quadratmetern Fläche. Das Investitionsvolumen beträgt rund 32 Millionen Euro. Der Standort vereint Entwicklung, Labore, Produktion und Lager. Zwei zuvor räumlich getrennte Betriebsteile arbeiten künftig am selben Ort. Zur Energieversorgung gehören eine Photovoltaikanlage und die Anbindung an ein lokales Biogaskraftwerk. „Als Familienunternehmen denken und handeln wir mit langfristiger Perspektive. Die Neubauten stärken zwei wichtige Entwicklungs- und Produktionsstandorte“, sagt Steven Endress, Verwaltungsratspräsident der Gruppe.
Analytik von der Forschung bis zur Fertigung
Das Portfolio umfasst Lösungen für die Verbrennungsanalyse und Summenparameteranalyse, die Elementanalytik und Spurenelementanalytik sowie die automatisierte Handhabung von Flüssigkeiten. Hinzu kommen molekularbiologische Systeme für die Polymerasekettenreaktion (PCR) und deren quantitative Variante (qPCR). Neben der Untersuchung von Wasser unterstützen die Produkte die Qualitätsprüfung pharmazeutischer Erzeugnisse sowie die Bestimmung von Zusammensetzung und Reinheit bei Metallen, Rohstoffen und weiteren Materialien. Die Labortechnik ergänzt damit die Prozessmesstechnik und erweitert das Angebot von der Forschung und Produktentwicklung bis zur industriellen Fertigung.
„Wir wollen unsere Kunden vom Labor bis in die Produktion begleiten. In diese Strategie investieren wir konsequent“, erklärt Dr. Peter Selders, Vorstandsvorsitzender der Endress+Hauser Gruppe.













