Verändert sich die mikrobiologische Belastung eines Wassersystems, benötigen Betreiber zeitnah verwertbare Ergebnisse. Klassische Kulturverfahren liefern diese erst nach einer Wartezeit. Für pharmazeutische Anwendungen und andere hochreine Wässer hat METTLER TOLEDO Thornton den Analysator RMS8120i vorgestellt. Er überwacht die mikrobielle Belastung kontinuierlich in einem durchströmten Nebenstrom und macht Veränderungen während des Anlagenbetriebs sichtbar. Die Anwendung umfasst gereinigtes Wasser, Reinstwasser und Wasser für Injektionszwecke.
Das Gerät nutzt die BioSure Technologie auf Basis laserinduzierter Fluoreszenz. Die optische Methode erfasst Mikroorganismen in Sekundenschnelle. Dazu zählen nach Herstellerangaben auch lebensfähige Mikroorganismen, die unter den jeweiligen Kulturbedingungen keine Kolonien bilden. Der Analysator arbeitet vollautomatisch. Der angegebene Probendurchfluss liegt zwischen 65 und 130 Millilitern pro Minute. Für das untersuchte Wasser nennt das Unternehmen einen Temperaturbereich von 5 bis 45 Grad Celsius.
Zur Einbindung in die Überwachung dient der Mehrkanalmessumformer M800. Er unterstützt die Zusammenführung verschiedener Messgrößen der Wasserqualität. Werkzeuge für vorausschauende Wartung ergänzen das System. Die Software RecordLOC dokumentiert Abweichungen der mikrobiellen Belastung sowie weiterer Parameter, darunter Leitfähigkeit und Ozon. Damit stehen neben den aktuellen Ergebnissen auch Aufzeichnungen zur Bewertung von Veränderungen zur Verfügung.
Der praktische Nutzen liegt in der unmittelbaren Rückmeldung aus dem Wassersystem. Sie unterstützt schnelle Reaktionen auf Verunreinigungen und die Anpassung von Desinfektionszyklen. Die Einführungsmeldung beschreibt ausdrücklich auch die Kombination mit konventionellen Verfahren zur Koloniezählung. Ein pauschaler Ersatz bestehender Prüfungen ergibt sich daraus nicht. Der Einsatzschwerpunkt liegt auf der industriellen Kontrolle hochreiner Wässer und pharmazeutischer Versorgungssysteme.













