Wasser ist Grundlage des Lebens. Umso wichtiger ist ein schonender Umgang mit dieser wichtigen Ressource, die weltweit durch Klimakrise, Kampf um Trinkwasserversorgung, Umweltverschmutzung und Nutzungskonflikte bedroht ist. Wie das gelingen kann, will die Deutsche Bundesstiftung Umwelt mit der interaktiven Ausstellung „Mission Aqua“ vermitteln, die heute (Mittwoch) im Zentrum für Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt eröffnet wird und ab morgen zum Besuch einlädt.
Entdeckungsreise in die Welt des Wassers
„Die Ausstellung bietet eine Entdeckungsreise in die Welt des Wassers und vermittelt erlebbar und anschaulich mehr Wissen über diese kostbare Lebens-Ressource“, sagt Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt Alexander Bonde. „Duschen, Zähneputzen, Kaffeezubereitung und Trinkwasser aus dem Hahn sind für uns in Deutschland selbstverständlich. Anderswo auf der Welt ist die Wasserlage jedoch teils dramatisch. Auch hierzulande steigen die Risiken“, so der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Künftig werde Wasser noch wertvoller. „Wir benötigen deshalb Lösungen sowohl für einen gerechteren Umgang mit verschiedenen Interessen etwa von Landwirtschaft, Industrie und Bevölkerung als auch für Schutz vor Verschmutzung, Verunreinigung und den Folgen des Klimawandels“, sagt Bonde.
Eigens entwickeltes Kartenspiel und 360-Grad-Blick auf die Geheimnisse des Wassers
Was auf dem Spiel steht und welche Auswege es gibt, schlüsselt „Mission Aqua“ an verschiedenen Stationen auf. Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall sowie des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches. Interaktive Stationen, Spiele und Installationen machen komplexe Zusammenhänge anschaulich: Im eigens entwickelten Kartenspiel „Herr des trockenen Betons“ müssen die Teilnehmenden viele Hürden überwinden, um eine Schwammstadt zu verwirklichen – ein Konzept, damit Städte durch geeignete Maßnahmen wie ein Schwamm Wasser etwa bei Überflutungen und Starkregen aufsaugen und bei Bedarf zum Beispiel durch Verdunstung wieder abgeben können. Zum Mitmachen soll in der Ausstellung eine als Diorama gestaltete Holzkiste animieren: mit einem 360-Grad-Blick auf die Geheimnisse des Wassers. Wie Abwasser trinkbar wird und warum Flüsse vor Gericht ziehen können, erfahren Gäste der interaktiven Schau ebenfalls. „Wasser ist ein öffentliches Gut“, so Bonde. „Wir wollen mit der Ausstellung Menschen motivieren, Teil einer wasserbewussten Gesellschaft zu werden.“
Ausstellung „Mission Aqua“ mit Ausbildungs- und Studienempfehlungen
Auch die Partner der Ausstellung arbeiten daran, die Bedeutung einer intakten Wasserwirtschaft stärker als bislang ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. „Wasser ist ein vielfältiges Thema – es betrifft Umwelt, Gesundheit, Klima, Technik und unser tägliches Leben. Diese Vielfalt macht die Ausstellung „Mission Aqua“ auf spielerische und interaktive Weise erlebbar“, sagt Dr. Lisa Irwin-Broß von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall. Ein Beispiel sei der „Beruf-o-mat“. Irwin-Broß: „Er übersetzt Interessen und Stärken der Besucherinnen und Besucher direkt in konkrete Ausbildungs- und Studienempfehlungen.“ Junge Menschen finden so nach ihren Worten einen passenden, sinnstiftenden Arbeitsplatz. „Und wir gewinnen engagierte Fachkräfte für die Daseinsvorsorge und den Umweltschutz.“ Für den Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches unterstreicht Dr.-Ing. Wolf Merkel die Bedeutung des Themas: „Wasser wird zur strategischen Schlüsselressource. Sein Schutz muss deshalb Priorität haben.“ Die Ausstellung „Mission Aqua“ mache sichtbar, „dass eine sichere, hochwertige Wasserversorgung keine Selbstverständlichkeit ist – und eröffnet allen Besucherinnen und Besuchern Einblicke in diese Aufgabe“.
Kostenfreie Führungen und besonderes Angebot für Schulen
Die Ausstellung richtet sich an Familien mit Kindern ab zehn Jahren, an Schulklassen ab Jahrgangsstufe fünf bis hin zu Oberstufen und berufsbildenden Schulen, ebenso an Fachleute, die sich für Wege der Wissenschaftskommunikation interessieren. Ein Schwerpunkt liegt auf Angeboten für Schulen. Für Schulklassen und Gruppen ab Klasse 5 bietet die Deutsche Bundesstiftung Umwelt kostenfreie Führungen sowie ein umfangreiches Programm an. Dabei können Schülerinnen und Schüler etwa in Team-Missionen Herausforderungen der Wasserbewirtschaftung lösen oder sich mit der Idee einer klimaresilienten Stadt auseinandersetzen. Begleitend zur Ausstellung sind Vorträge, Workshops und Diskussionsformate geplant.











